Gesundheit: Kinderheilkunde

Schnupfen und Grippaler Infekt bei Babys

Babys sind für Erkältungen besonders anfällig, weil Ihr Immunsystem sich noch im Aufbau befindet. Solange sie gestillt werden schützt der sogenannte mütterliche Nestschutz vor diversen Krankheitserregern. Mit dem Abstillen des Kindes, dem Kontakt zu anderen Babys und Kleinkindern sowie dem Beginn der oralen Phase steigt das Infektionsrisiko.

Schnupfen stellt dabei die häufigste Erkrankung für Babys und Kleinkinder dar. Er wird fast immer durch Viren verursacht. Da die Nasenhöhlen von Babys noch sehr fein und eng sind, verengen und verstopfen diese durch die geschwollenen Schleimhäute schnell. Eine verstopfte Nase ist beim Säugling ein ernstes Problem, da Babys fast ausschließlich durch die Nase atmen. Sie werden quengelig, sind beim Schlafen und Trinken behindert, was wiederum zu einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes führen kann.

Ist die Nase verstopft, sind Nasentropfen mit physiologischer Kochsalzlösung das Mittel der Wahl. Auch ein Nasensauger zum Entfernen des Sekrets bringt Erleichterung. Damit die Kleinen besser schlafen können, schieben Sie ein flaches Kissen oder ein zusammengefaltetes Handtuch unter das Kopfteil der Matratze des Kinderbetts. So liegt das Köpfchen höher. Das Baby kann leichter abhusten und bekommt besser Luft.

Baby beim ArztSorgen Sie darüber hinaus für höhere Luftfeuchtigkeit im Babyzimmer und gehen Sie unbedingt mit Ihrem Baby an die frische Luft. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr bewahrt die gereizten Schleimhäute vor dem Austrocknen. Das ist wichtig, denn der Schleim ist eine Methode des Körpers, Krankheitserreger auszuscheiden. Auch wenn Infekte meist harmlos sind, ist es manchmal besser einen Arzt aufzusuchen. In den ersten Lebensmonaten sollten Sie mit einem verschnupften und auf jeden Fall mit einem fiebernden Baby immer zum Arzt. Es muss geklärt werden, ob der Infekt wirklich harmlos ist oder ob Ihr Baby Medikamente braucht.

Siehe auch:
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde